Dienstag, 02. September 2014

Das Thema des Monats

Den eigenen PC durchsuchen (01.12.2004)

Moderne Festplatten haben ein schier unglaubliches Fassungsvermögen: 60, 80, 120 oder teilweise noch mehr Gigabyte. Man muss sich das mal klar machen: 120 Gigabyte entsprechen 120 Milliarden Zeichen. Oder 120.000 Millionen Buchstaben, Ziffern, Sonderzeichen. Zweifellos eine ganze Menge. Nun gut, in Zeiten der Digitalfotografie und vor allem der digitalen Videokameras ist auch so viel Speicher irgendwann aufgebraucht. Teuer sind die Festplatten zum Glück heute nicht mehr. Nur guter Rat ist teuer, wenn eine eigentlich wichtige Datei in den Untiefen des Speichermediums verschollen scheint.

Suchdienste für den eigenen PC sind voll im Trend

Der in Windows eingebaute Suchdienst, zu finden im 'Start'-Menü unter 'Suchen', ist eher Zumutung als Hilfe. Nach Eingabe der Suchkriterien durchforstet Windows zwar die gesamte Festplatte nach in Frage kommenden Dateien. Sofern der User auch den Inhalt der Dateien untersuchen lässt, kann das allerdings schon mal gerne ein paar Stunden dauern, bis alle Fundstellen auf dem Bildschirm erscheinen. Stunden!! Herzlichen Glückwunsch! Immerhin präsentiert Microsoft, quasi zur Unterhaltung, einen kleinen, animierten Hund im Suchfenster. Oder eine andere Zeichentrickfigur nach Wahl.

Ganz klar: Da muss was passieren. Zwar bastelt Microsoft an einer durchaus akzeptablen Ablösung, doch die wird erst in der nächsten Windows-Version zu sehen sein, die wiederum nicht vor 2006 auf den Festplatten der Kundschaft landet. So lange wollen viele nicht warten. Kein Wunder, dass derzeit so genannte 'Desktop Search'-Dienste wie Pilze aus dem Boden schießen. Praktische Programme, die im Blitztempo die Festplatte durchforsten. Einfach Suchbegriff eingeben - und Sekundenbruchteile später erscheint auf dem Bildschirm die Fundstelle.

Dasselbe Prinzip wie bei den Suchdiensten im Internet

Wird dann später eine Suchanfrage eingegeben, können die Suchdienste wieselflink auf die bestens vorbereiteten Kataloge zurückgreifen. Kommt eine neue Datei hinzu oder wird eine Datei gelöscht, passen die Suchdienste die Kataloge sofort entsprechend an. Das alles geschieht schnell und im Hintergrund. Der Benutzer bemerkt davon rein gar nichts. Jedenfalls kaum etwas Negatives, nur die Suchergebnisse erscheinen ungleich schneller auf dem Bildschirm.

Jeder Desktop-Suchdienst hat andere Vor-und Nachteile. Der eine findet auch Inhalte in Office und Outlook-Dateien (Google Desktop, Lookout), der andere ist ein Experte bei Multimediadateien (X-Friend) und kann auch die Metainformationen von Bildern oder MP3-Musiktiteln lesen und verarbeiten. Welcher Suchdienst für einen selbst der richtige ist, muss deshalb jeder selbst entscheiden - es hängt stark von den eigenen Bedürfnissen ab.

Kritiker bemängeln mangelnde Datensicherheit

Doch keine technische Neuerung ohne Kritiker. Einige Dauernörgler haben bereits mahnend den Zeigefinger erhoben, weil Suchdienste wie Google Desktop auch in der Vergangenheit angesteuerte Webseiten aufspürt - was auf einem PC, den sich mehrere Menschen teilen, in der Tat mitunter indiskret sein könnte. Nur: Diese Informationen sind ohnehin auf der Festplatte vorhanden. Die Suchdienste machen sie nur etwas bequemer sichtbar.

Das Geschrei scheint also arg übertrieben. Wem Diskretion wichtig ist, der benutzt sowieso am besten keinen öffentlichen PC. Oder sorgt dafür, dass nach der Surfsitzung die Hilfsdateien des Browsers gelöscht werden. Die neuen Suchdienste sind ungemein praktisch. Sie finden längst verschollene Dateien und verhindern damit Frust bei PC-Benutzern, die wichtige Daten oder E-Mails verloren glaubten. In Zeiten immer größer werdender Festplatten ein wahrer Segen.

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